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Sleeping Beauty Mount Everest – Die Tragödie von Hannelore Schmatz

Leon Tobias Hoffmann Weber • 2026-04-10 • Gepruft von Elias Hoffmann

Auf dem Mount Everest gibt es Orte, die Kletterer lieber meiden würden. Einer davon befindet sich auf etwa 8.300 Metern Höhe am Südostgrat – dort, wo eine mumifizierte Gestalt jahrelang als düsteres Mahnmal im Wind lag. Die Rede ist von der sogenannten „Schlafenden Schönen”, einem Leichnam, der zur traurigen Berühmtheit wurde. Hinter dieser makabren Bezeichnung verbirgt sich die Geschichte einer deutschen Bergsteigerin, deren Schicksal die Risiken des Höhenbergsteigens wie kaum ein anderes Beispiel verdeutlicht.

Die Frau, die als „Sleeping Beauty” in die Annalen des Bergsports einging, hieß Hannelore Schmatz. Sie war keine Unbekannte in der Alpinistenszene, sondern eine erfahrene Kletterin, die bereits den Manaslu bestiegen hatte. Ihre Expedition im Jahr 1979 sollte jedoch ihr letztes Abenteuer werden – und gleichzeitig eine der bekanntesten Geschichten am Everest begründen.

Wer ist die Sleeping Beauty auf dem Mount Everest?

Die Sleeping Beauty des Mount Everest war Hannelore Schmatz, geborene Ledermann, eine deutsche Bergsteigerin aus Stuttgart. Am 14. Februar 1940 geboren, entwickelte sie früh eine Leidenschaft für das Hochgebirge und nahm an mehreren anspruchsvollen Expeditionen teil, bevor sie sich der größten Herausforderung ihres Lebens stellte.

Wichtige Eckdaten

Hannelore Schmatz war eine von vier Frauen weltweit, die 1979 den Gipfel des Mount Everest erreichten. Ihre Expedition gilt als die erste deutsche Besteigung des höchsten Berges der Erde über den Südostgrat.

Name
Hannelore Schmatz
Geburtsjahr
1940
Todesjahr
1979
Routen
Südostgrat

War Hannelore Schmatz die erste Deutsche am Everest?

Hannelore Schmatz war tatsächlich die erste deutsche Frau, die den Gipfel des Mount Everest erreichte. Allerdings war sie nicht die erste Deutsche überhaupt. Ihr Ehemann Gerhard Schmatz, der die Expedition leitete, hatte den Gipfel bereits am 1. Oktober 1979 erklommen und war damit der älteste Mann, der zu dieser Zeit den höchsten Punkt der Erde erreicht hatte.

1999 folgte Helga Hengge als erste deutsche Frau, die den Aufstieg überlebte – diesmal über die Nordroute. 2009 wiederholte Billi Bierling Schmatz’ Route über den Südostgrat. Damit steht Schmatz in einer Reihe von Pionierinnen, auch wenn ihr Triumph tragisch endete.

  • Vierte Frau weltweit, die den Everest bezwang
  • Erste deutsche Frau auf dem Gipfel
  • Erste Deutsche, die auf den oberen Hängen des Everest starb
  • Leichnam blieb über drei Jahre am Berg sichtbar
  • Ihr Fall prägte die Debatte um Bergungspflicht am Everest
  • Der Leichnam wurde 1982 geborgen
Fakt Details
Vollständiger Name Hannelore Schmatz, geb. Ledermann
Geburtsdatum 14. Februar 1940
Expeditionsjahr 1979
Todesdatum 2. Oktober 1979
Todeshöhe ca. 8.300 m (Death Zone)
Route Südostgrat (Southeast Ridge)
Position des Leichnams ca. 100 m über Camp IV (South Col)
Bergung 1982

Was ist mit Hannelore Schmatz auf dem Everest passiert?

Die Expedition von 1979 begann vielversprechend. Gerhard Schmatz leitete die Gruppe, die aus erfahrenen Bergsteigern und einer kleinen Crew von Sherpas bestand. Am 24. September erreichten sie den South Col auf etwa 7.900 Metern Höhe, wo das letzte Hochlager aufgeschlagen wurde.

Der Aufstieg zum Gipfel

In den frühen Oktobertagen des Jahres 1979 machte sich die Gruppe an den finalen Aufstieg. Gerhard Schmatz erreichte als erster den Gipfel – mit 50 Jahren der älteste Mann, der zu diesem Zeitpunkt den Everest erklommen hatte. Kurze Zeit später folgte Hannelore Schmatz mit ihrer Seilschaft. Sie war die vierte Frau weltweit, die diesen Erfolg verbuchen konnte.

Die Freude über den Gipfelerfolg währte jedoch nur kurz. Beim Abstieg begannen sich die Probleme zu häufen. Schmatz und der US-Amerikaner Ray Genet waren erschöpft und hatten die Grenzen ihrer körperlichen Reserven erreicht. Trotz eindringlicher Warnungen der Sherpas entschieden sie sich, bei etwa 8.500 Metern Höhe zu biwakieren – ein fataler Entschluss.

Riskante Entscheidung

Das Biwak auf über 8.500 Metern Höhe widersprach allen Sicherheitsregeln des Höhenbergsteigens. In der sogenannten Todeszone kann der menschliche Körper ohne zusätzlichen Sauerstoff nicht überleben. Ray Genet verstarb in dieser Nacht, was die Gefährlichkeit dieser Entscheidung verdeutlicht.

Die Todesursache

Am nächsten Tag setzte Hannelore Schmatz den Abstieg fort. Bei etwa 8.300 Metern, mitten in der Death Zone, brach sie zusammen. Ihr treuer Sherpa Sungdare war bei ihr geblieben und hatte dabei schwere Erfrierungen erlitten – er verlor mehrere Finger und Zehen.

In ihren letzten Momenten flüsterte Schmatz dem Sherpa Sungdare zu: „Wasser, Wasser”. Kurz darauf erlag sie den Strapazen. Die wahrscheinlichste Todesursache war eine Kombination aus Erschöpfung, Unterkühlung und akuter Höhenkrankheit. Sie starb am 2. Oktober 1979 und wurde damit zur ersten Frau und ersten Deutschen, die auf den oberen Hängen des Everest ihr Leben verlor.

„Das Team kam heim, aber ich allein ohne meine geliebte Hannelore.”

— Gerhard Schmatz, Expeditionsleiter

Warum wurde die Leiche der Sleeping Beauty auf dem Everest gelassen?

Nach ihrem Tod blieb Hannelore Schmatz genau dort liegen, wo sie zusammengebrochen war – etwa 100 Meter über Camp IV, dem South Col. Ihr Leichnam lehnte gegen ihren Rucksack, die Augen geöffnet, das Haar im Wind wehend. Die eisigen Temperaturen hatten den Körper mumifiziert und konserviert. Durch ein Seil war die Tote gesichert, sodass sie nicht den Hang hinabrutschen konnte.

Der Leichnam als Wahrzeichen

In den folgenden Jahren wurde der Körper der Schmatz zu einem unheimlichen Orientierungspunkt für nachfolgende Kletterer. Wer den Südostgrat hinaufstieg, musste an der „Dame am Berg” oder „Sleeping Beauty” vorbei – so die beiden gängigen Bezeichnungen unter den Bergsteigern. Diese makabre Tradition, verstorbene Bergsteiger am Berg zu belassen, war zu dieser Zeit keine Seltenheit.

Bergungspraxis am Everest

Bis heute bleiben zahlreiche Leichen auf dem Everest, da eine Bergung in der Todeszone extrem gefährlich ist und oft weitere Menschenleben gefährdet. Die Entfernung einer Leiche von über 8.000 Metern erfordert ein großes Team, erhebliche finanzielle Mittel und gilt als unverhältnismäßig riskant.

Wann wurde die Sleeping Beauty vom Everest entfernt?

Der Leichnam von Hannelore Schmatz blieb rund drei Jahre am Berg. 1982 wurde das sichernde Seil durchtrennt – vermutlich von einem Unbekannten. Der Körper rutschte daraufhin den Hang hinab. Später wurde die Leiche von Sherpas geborgen, wobei diese Bergungsaktion weitere Todesopfer forderte.

Die genaue Uhrzeit und die exakten Umstände des Todes sind bis heute nicht vollständig geklärt. Verschiedene Quellen weichen in Details voneinander ab, was bei historischen Berichten über Extremsituationen in der Todeszone jedoch keine Seltenheit darstellt.

Was ist die Geschichte hinter dem Foto der Sleeping Beauty?

Von Hannelore Schmatz existieren Fotos, die ihren Leichnam in seiner schauerlichen Lage zeigen. Diese Aufnahmen wurden zu den bekanntesten Bildern vom Mount Everest und trugen maßgeblich zur Popularisierung des Begriffs „Sleeping Beauty” bei. Der Fotograf ist nicht eindeutig dokumentiert, aber die Bilder verbreiteten sich rasch in der Bergsteigerszene.

Wie sah die Sleeping Beauty auf dem Everest aus?

Beschreibungen zufolge saß die Tote aufrecht gegen ihren Rucksack gelehnt. Ihre Augen waren geöffnet, und ihr Haar wehte im Wind. Die extrem kalten Temperaturen hatten den Körper konserviert, sodass er über lange Zeit wie eine Wachspuppe aussah – daher rührt auch die Bezeichnung als „Schlafende Schöne”.

Die Bilder zeigten eine erschreckende Szene, die heute noch in Bergsteigerkreisen diskutiert wird. Sie dokumentieren die Brutalität der Todeszone und die Unmöglichkeit, dort Bestattungen durchzuführen oder Leichen zu bergen.

Sind noch Leichen auf dem Mount Everest?

Die traurige Antwort lautet: Ja. Trotz verschiedener Bergungsinitiativen in den letzten Jahren bleiben zahlreiche Leichen auf dem Everest. Schätzungen zufolge befinden sich noch immer über 100 tote Bergsteiger am Berg, viele davon in der Nähe der bekannten Routen. Diese Leichen dienen teilweise als Orientierungspunkte – ein grausiger, aber praktischer Umstand in der Weißen Wüste. Wenn Sie sich für das Thema interessieren, finden Sie hier eine schöne Geburtstagsgratulation für Frauen: Quelle contentplattform.de report

Die nepalesische Regierung hat in den letzten Jahren Anstrengungen unternommen, verstorbene Bergsteiger zu bergen. 2019 wurden beispielsweise mehrere Leichen von der Normalroute entfernt. Dennoch bleibt die Aufgabe monumental, da jede Bergung ein lebensgefährliches Unterfangen darstellt.

Bekannte Leichen am Everest

Neben Hannelore Schmatz sind unter anderem „Green Boots” (wahrscheinlich Tsewang Paljor) und „Sleeping Beauty” die bekanntesten Fälle. „Green Boots” liegt in einer Höhle am Nordostgrat und ist seit den 1990er Jahren sichtbar.

Chronologie der Ereignisse

  1. 14. Februar 1940: Hannelore Schmatz wird als Hannelore Ledermann geboren.
  2. 1973: Sie besteigt den Manaslu, einen Achttausender im Himalaya.
  3. 24. September 1979: Die Expedition erreicht den South Col auf etwa 7.900 Metern.
  4. 1. Oktober 1979: Gerhard Schmatz erreicht als erster den Gipfel, später folgen weitere Teammitglieder.
  5. Oktober 1979: Hannelore Schmatz erreicht ebenfalls den Gipfel – als vierte Frau weltweit.
  6. 2. Oktober 1979: Schmatz stirbt auf etwa 8.300 Metern Höhe beim Abstieg.
  7. 1979–1982: Der Leichnam bleibt am Berg sichtbar und wird als „Sleeping Beauty” bekannt.
  8. 1982: Das Seil wird durchtrennt, der Leichnam rutscht ab und wird später von Sherpas geborgen.
  9. 1999: Helga Hengge wird erste deutsche Frau, die den Everest überlebt (Nordseite).
  10. 2009: Billi Bierling wiederholt Schmatz’ Route über den Südostgrat.

Gesicherte Fakten und offene Fragen

Gesicherte Informationen Unklare oder unbestätigte Details
Hannelore Schmatz starb am 2. Oktober 1979 Genauer Zeitpunkt des Todes (Uhrzeit)
Sie war die vierte Frau auf dem Everest-Gipfel Wer genau das Foto der Sleeping Beauty machte
Der Leichnam wurde 1982 geborgen Wer das Seil 1982 durchtrennte
Sie starb an Erschöpfung, Unterkühlung und Höhenkrankheit Welche Rolle genaue Wetterbedingungen spielten
Sungdare erlitt schwere Erfrierungen bei der Hilfeleistung Genaues Verhalten der Gruppe vor dem Biwak-Entscheid

Die Bedeutung der Sleeping Beauty für den Bergsport

Die Geschichte von Hannelore Schmatz, bekannt als Sleeping Beauty, hat die Art und Weise beeinflusst, wie über Sicherheit am Everest diskutiert wird. Ihr Fall verdeutlichte die tödlichen Risiken der Todeszone und die Schwierigkeiten bei Rettungsaktionen in großer Höhe.

Heute gibt es verschiedene Initiativen, die versuchen, die Überreste verstorbener Bergsteiger zu bergen, wo dies möglich ist. Diese Bemühungen sind jedoch durch die extremen Bedingungen und das Risiko für die Bergungsteams stark eingeschränkt. Die Sleeping Beauty bleibt als Mahnung an die Gefahren des Höhenbergsteigens in Erinnerung.

Für die deutsche Bergsteigergeschichte hat Hannelore Schmatz eine besondere Bedeutung. Sie bewies, dass auch Frauen zu den höchsten Gipfeln der Welt vordringen konnten – wenn auch unter tragischen Umständen. Ihre Geschichte ist untrennbar mit der Entwicklung des Alpinismus in Deutschland verbunden.

Interessanterweise finden sich in Archiven auch Berichte über andere historische Themen, wie etwa die Halbinsel der Danziger Bucht, die zeigen, dass auch andere Regionen der Welt ihre eigenen Geschichten von Ausdauer und Risiko erzählen.

Quellen und Zeitzeugenberichte

Die Expedition von 1979 war die ambitionierteste ihres Lebens. Hannelore hatte sich jahrelang auf diesen Moment vorbereitet und war eine der erfahrensten Alpinistinnen ihrer Generation.

— Zeitgenössischer Expeditionsbericht

Die Hauptquellen zum Fall der Sleeping Beauty umfassen Expeditionsberichte, Wikipedia-Artikel und spezielle Bergsteiger-Websites. Besonders die Darstellungen auf allthatsinteresting.com und wncri.org bieten detaillierte Zusammenstellungen der verfügbaren Informationen. Die Wikipedia-Seite zu Hannelore Schmatz fungiert als umfassende Zusammenfassung verschiedener Quellen.

Gerhard Schmatz selbst verfasste Berichte über die Expedition, die heute als wichtige Primärquelle dienen. Seine Erinnerungen an den Verlust seiner Frau geben einen persönlichen Einblick in das Drama, das sich im Oktober 1979 am Everest abspielte.

Zusammenfassung

Die Sleeping Beauty des Mount Everest, Hannelore Schmatz, verkörpert wie keine andere das Drama des Höhenbergsteigens. Ihre Geschichte erinnert daran, dass jeder Schritt über 8.000 Metern mit dem Tod konfrontieren kann. Als vierte Frau weltweit und erste deutsche Bergsteigerin auf dem Everest-Gipfel war sie eine Pionierin – ihr tragisches Ende machte sie jedoch zu einem Symbol für die Gefährlichkeit des höchsten Berges der Welt.

Der Song „Every Breath You Take” der Polizey wurde übrigens in einem anderen Kontext geschrieben, nämlich über Obsession und Überwachung – mehr zur Every Breath You Take Bedeutung erfahren Sie in unserem Archiv.

Häufige Fragen

Sind noch Leichen auf dem Mount Everest?

Ja, schätzungsweise über 100 Leichen befinden sich noch auf dem Everest. Viele davon liegen an den bekannten Routen und dienen teilweise als Orientierungspunkte. Bergungsversuche sind aufgrund der extremen Bedingungen selten.

Wer war die Sleeping Beauty am Everest?

Die Sleeping Beauty war Hannelore Schmatz, eine deutsche Bergsteigerin, die 1979 auf dem Abstieg vom Everest starb. Ihr Leichnam blieb drei Jahre am Berg sichtbar, bevor er 1982 geborgen wurde.

Wann wurde die Sleeping Beauty vom Everest entfernt?

Der Leichnam wurde 1982 entfernt. Zunächst wurde das sichernde Seil durchtrennt, wonach der Körper den Hang hinabrutschte. Sherpas bargen ihn anschließend, wobei weitere Todesfälle bei der Bergung eintraten.

Was war die Todesursache von Hannelore Schmatz?

Die wahrscheinlichste Todesursache war eine Kombination aus Erschöpfung, Unterkühlung und akuter Höhenkrankheit. Sie brach bei etwa 8.300 Metern Höhe zusammen und starb kurz darauf.

War Hannelore Schmatz die erste Deutsche auf dem Everest?

Sie war die erste deutsche Frau auf dem Everest-Gipfel. Ihr Ehemann Gerhard Schmatz hatte den Gipfel einige Stunden zuvor erreicht und war damit der erste Deutsche überhaupt.

Warum bleiben Leichen oft auf dem Everest?

Eine Bergung in der Todeszone ist extrem gefährlich und erfordert große Ressourcen. Das Risiko für die Bergungsteams ist oft höher als der Nutzen der Bergung, weshalb verstorbene Bergsteiger häufig am Berg bleiben.

Wie sah die Sleeping Beauty auf dem Everest aus?

Der Leichnam saß aufrecht gegen einen Rucksack gelehnt, mit geöffneten Augen und wallendem Haar. Durch die extremen Temperaturen war er mumifiziert und blieb über lange Zeit in diesem Zustand erhalten.

Leon Tobias Hoffmann Weber

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Leon Tobias Hoffmann Weber

Die Berichterstattung wird fortlaufend mit transparenter Quellenprüfung aktualisiert.